Franz Josef und Elisabeth (Sisi)

Franz Josef war schon als Neugeborener zum künftigen Kaiser bestimmt, daher gestaltete sich sein Leben völlig anders als das aller anderen Menschen einschließlich seiner Brüder. Seine Ausbildung war sehr umfangreich, und schon früh musste er sich anstrengenden militärischen Pflichten unterziehen. Die Zeichnungen des späteren Monarchen verraten eine große Begabung, der er aber doch nie nachgehen durfte. Er war ein braver, fügsamer Schüler und Sohn, kein Rebell auf dem Herrscherthron, kein Forschergeist, jedoch keineswegs dumm. Offen für neue Erfindungen ebnete er der modernen Technik den Weg in seinem Reich. In seiner Vereinsamung stand ihm keine hilfreiche Frau zur Seite, die schöne Elisabeth (Sisi) ging ihre eigenen Wege und in ihr eigenes Schicksal. Sie war sehr frei aufgewachsen und sehr früh verheiratet worden.
Für sie war die Hofburg nichts anderes als ein Kerker, dem sie so oft und so weit wie möglich entfloh. Ihr Denkmal zeigt sie als nachdenkliche Frau fern jeder kaiserlichen Pose. Ihre Wohnräume in der Amalienburg grenzten an diejenigen ihres Mannes an, der an ihrer Türe läuten musste, wenn er sie sehen wollte. Unzählig sind die Geschichten von ihrer "bösen Schwiegermutter", die jedoch nur von Sisi selbst so überliefert sind. Nach einem Leben voller Unzufriedenheit fand sie ihre letzte Ruhestätte in der Kaisergruft.
Hier geht es weiter zur Franz Josef Führung anläßlich seines 100. Todestages 2016.