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Die Jüdische Geschichte Wiens

vom Mittelalter bis zum Ende der Monarchie


Die Juden galten als Kammerknechte des Herzogs, der sie daher schützte. Es gab jedoch auch damals bereits Übergriffe durch fanatische Kreuzfahrer gegen einzelne von ihnen. Ab 1267 verschlechterte sich ihre Situation ganz wesentlich, sie wurden mehr oder weniger auf das Geldgeschäft beschränkt. Zwar blieben sie auch unter den ersten Habsburgern vor Pogromen verschont, aber die Bürger der Stadt machten ihnen das Leben schwer. Es war nicht die Schuld der Juden, dass die Herzöge immer mehr von ihrem Vermögen abschöpften, und sie daher immer höhere Zinssätze verlangen mussten. Das wiederum erzeugte stets aufs Neue böses Blut bei ihren christlichen Schuldnern und den zahlreichen Neidern.

Im Jahre 1421 stellte sich selbst ein Herzog auf die Seite ihrer Feinde. Die Juden in seinem ganzen Herrschaftsgebiet wurden vertrieben, die wohlhabenderen gefoltert und schliesslich verbrannt. Wenige Jahre später kamen einzelne, ausgestattet mit Schutzbriefen desselben Herzogs, wieder nach Wien zurück, jedoch nur in Geschäften. Es dauerte lange, bis sich wieder Juden in Wien ansiedelten.

Das waren ebenfalls zuerst einzelne Privilegierte, reiche Bankiers, deren Dienste zur Finanzierung der Türkenkriege nötig waren. Einer von ihnen war Samuel Oppenheimer....


Führung in der Innenstadt, für Schulklassen besonders geeignet.