Termine: Von April bis Oktober jeden Sonntag 14:00h, von November bis März jeden ersten und dritten Samstag im Monat um 10:30h.
Sondertermine für Erwachsene (D, E) und Schulklassen jederzeit möglich. Für die 7. bis 11. Schulstufe empfehlen wir unsere "Light"-Version.
Die Führung durch die Wiener Strafrechtsgeschichte beginnt am Mahnmal gegen Faschismus, das drastisch zeigt, dass sich das Recht sehr wohl auch in den Dienst des Unrechts stellt. Nach der Einleitung geht es weiter zum Lobkowitzplatz, einer ehemaligen Hinrichtungsstätte, wo 1408 ein Wiener Bürgermeister geköpft wurde. Die Augustinermönche im benachbarten Kloster fühlten sich dabei sehr durch den Lärm der Schaulustigen in ihrer Andacht gestört.
Vorbei am Haus der grössten Massenmörderin aller Zeiten geht es dann zu einem der Plätze, wo einmal ein Pranger zum Vollzug von Ehrenstrafen stand, einer beliebten Volksbelustigung - ausser für den Delinquenten. Der "zuständige" Henker wohnte innerhalb der Stadtmauern im Gefängnis in der Rauhensteingasse, dessen Keller jahrhundertelang der Folter dienten. Von dort folgt man dem letzten Weg der armen Sünder, bis der Steffl zu sehen ist, vor dessen Tor sie Busse tun mussten.
Etwas später kommt man zum Hohen Markt, dem alten Sitz des Gerichts, wo vor dem alten Sitz des Gerichts, der Schranne, bis 1700 zahlreiche Hinrichtungen stattfanden. 1421 wurden die Wiener Juden zum Opfer der Justiz, am Judenplatz erzählt eine lateinische Inschrift davon. Schliesslich geht es am Hexenhaus vorbei zum Platz Am Hof, der früheren Massenhinrichtungsstätte, wo die Führung endet.
Die regelmäßig stattfindenden Stadtspaziergänge werden von Mitarbeitern der Arbeitsgemeinschaft Wienfuehrung gegeben. Auf Wunsch bietet die Buchautorin Anna Ehrlich ihren Lesern auf Anfrage zusätzlich einen von ihr selbst geführten Privattermin zum Thema an. Dauer ca. 2 Stunden, Preis 400 Euro (maximal 20 Personen).