Szepter und Rose Szepter und Rose, Rudolf II., Katharina Strada, Anna Ehrlich

lassen wir die Story nicht doch früher spielen und mit Rudolfs Problemen 1600 enden? Der Selbstmordversuch hätte dann doch eine Erklärung, und der war 1600 und wurde, soviel ich weiss, vom Kammerdiener (Lang, darf aber ruhig Ranfft sein!) verhindert.... wäre auch ein gutes Motiv, warum der Kaiser dem Ranfft dankbar ist und ihn mit Ehren überschüttet.

die heimliche Heirat findet nur einmal statt, und zwar Rudolf als Ranfft in der Kapelle in der Burg, der Kaiser kommt offiziell erst zum Schluss, erscheint oben auf dem Balkon wie gesehen in Prag. Es ist ja trotzdem eine Gewissensehe!!!! Vorher nur ein feierliches Gelöbnis unter 4 Augen, das gilt schon vor Gott, doch dann kommt eben Gottes Segen erst dazu (nicht vorher). Der Priester weiss Bescheid, ist der, an den der Kaiser dann auf seinem Sterbebett denken wird.

Der Kaiser schmunzelt und denkt anfangs, Spranger hätte Katharina ja schon vernascht und diese sei nicht mehr jungfräulich, umso überraschter und begeisterter ist er dann, dass sie es ist (bei der Liebesszene). plus dem silbernen Bären mit Ambra und Moschus.

Uneheliche Kinder lebten sehr oft bei ihrem Vater, wenn sie legitimiert waren, und waren dann von seinem Stand. Eine Amme hatte durchaus Mitgliedschaft in der Familie, war keine eigentliche Dienerin und immer Komplizin, siehe Shakespeare Romeo und Julia, da können wir auch was abschreiben, ist dieselbe Zeit. Hat sicher zuerst keine Freude mit Spranger, muss also irgendwie motiviert werden (oder bestochen von Spranger). Macht pro forma der Katharina sicher trotzdem Vorwürfe. Siehe Shakespeare.

Freibier kann es durchaus gegeben haben anlässlich einer Hinrichtung. Hoffähigkeit von Katharina: bei dem frauenlosen Haushalt eher ja, wenn aber „Damen“ kamen, eher nein. Wird nicht zu klären sein, also bleiben wir bei der jetzigen Version.

Nicht vergessen dürfen wir die koscheren Speisen, mit denen Katharina dann dem Kaiser hilft, das erscheint mir sehr wichtig.

Die Gästeliste hängt vom Jahr der Handlung ab. Die Beschreibung des persischen Botschafters haben wir irgendwo, 1593.
Mal sehen: der Krieg zwischen Türkei und Persien endet 1590. In Persien regiert Abbas I bis 1629, Höhepunkt der Safawiden-Dynastie.

Francis Drake (Weltumsegelung  1+2) stirbt  1596. Marlowe (Geschichte des Dr. Faust) stirbt 1593. El Greco stirbt 1614 (geb. 1541), in E regiert Elisabeht, Maria Stuart 1587 hingerichtet, Komponist Francesco Guerrero schreibt komponiert Matthäus - u. Johannespassion, Galilei macht Pendelversuche, Giordano Bruno wird 1600 verbrannt - seine Geschichte passt vielleicht in unser Buch - zum Thema Kirche und Nuntius, der kann wegen Bruno beim Kaiser vorsprechen, was sicher den Tatsachen entspricht.

Die Barholomäusnacht war 1572, Elisabeht kam 1574 nach Ö zurück, starb 1592.
Ernst starb 1595 in Brüssel. In Tirol lebte Ferdinand von Tirol bis 1595, war ab 1582 mit der Gonzaga verheiratet, Tochter Anna. Wir können seine Söhne von Ph. Welser, offizell nur „Beywohnerin“, Andreas und Karl von Ö. auf die Gästeliste setzen. Aus einem etwaigen Roman über die Welser könnten wir noch was abschreiben über die Zeit und die Stellung einer Beywohnerin. Aus Graz könnte anreisen  der grausliche Ferdinand (der den Kepler vertrieben hat) oder ein paar von seinen Geschwistern, z.B. Rudolfs Liebling Leopold geb. 1586. Der versteht sich sicher gleich gut mit Katharina.

1593 ist Heinrich IV Paris eine Messe wert. Damals noch verheiratet mit Marguerite, der Schwester der unvergessenen Isabel. Die könnte ja auch da sein, oder sonst wer aus F. in Paris wird übrigens das Spital Charite 1602 eröffnet.

Wir dürfen die Westonia nicht auslassen, und auch nicht die Anguissola und die Rebecca.

1593 entwickelt Galilei das erste Thermometer.

Das große Bankett nach dem Fest siehe Bild.

Wir haben beim Fest also 3 Gruppen: die Verwandten, die Adeligen, die Künstler. Und als vierte die, die die Arbeit damit haben.  Die Adeligen findet man bei Schwarzenberg aufgezählt. Rosenberg z.B.



weiter.
Chorasan Abbas in Persien also, in der Türkei Mohammed III, Maximilian I in Bayern (verwandt über die Frau von Karl von Innerösterreich), ab 1598 in Spanien Ph.III, Sohn der Schwester Anna,
Bruder Albrecht mit To. Von Isabel in Niederlanden, Boris Godunow in Russland.
Als Anhaltspunkte. Papst Clemens VIII., Nuntius erfinden oder den richtigen?

Juden sind keine eingeladen, das geht nicht. Gut ist der Ohr, nicht aber seine Schwester, denn ein Page war ein Adeliger! Da müssen wir ein gewöhnlicheres Mädchen finden, ein Tramperl aus Prag.

Dass M. den O am Gesicht kennt, ist nicht gut, der ist natürlich bekannt genug, dass ihn ihr ein Wachsoldat zeigen kann. Ihren Durst löscht die sicher nicht in einem Bierkeller, da lässt man sie erstens nicht rein als Zigeunerin  und zweitens war das ein Männerplatz. Werft ist ausgezeichnet.

Für die Hofkapelle nimm so 20 Leute, das ist hoch gegriffen, 10 tun es auch damals. Musikinstrumente aufzählen und ein bisschen beschreiben, siehe Katalog.

Feuerwehrleute stellten die Juden 300, nimm für das Fest 150, das passt dann. Die Geschichte von den Christenkindern bitte entweder auf 1 reduzieren oder noch besser weglassen. Da reden wir noch.

Der Jacopo kommt nicht zum Sterben nach Prag, den sieht sie nie mehr wieder.

Paradiesgarten einbeziehen ist gut, auch den botanischen Garten da oben auf der G’stettn kann man brauchen. Übrigens hat unser Freund aus Prag einen lieben Brief geschrieben, und den musst du lesen und wir müssen ihn rasch beantworten. Zum Thema Wasser und Wahrsagerin.

Ich glaube, die ganze Zeit den Ranft verwenden als vertrauten Kammerdiener, ist sehr gut, auch wenn es nicht stimmt (Lang!), ist dramaturgisch besser und dichterische Freiheit.

Der Ottavio darf die M. nicht links liegen lassen, ist ihm wegen Rs Aberglauben viel zu gefährlich, er darf sie nicht zur Feindin machen. Hat auch keinen Sinn für die Handlung. Die braucht er vielleicht noch.

Die Katharina wohnt im Palais daneben auf dem Hradschin, Liechtenstein oder Lobkowitz war das, nicht in den Räumen für die Kaiserin.

Geschenk Rs für K ist natürlich die Kamee mit seinem Bild, die gibt es ja.

Der Nuntius sitzt nicht im Klosterkeller, er sitzt bei den Jesuiten (wo haben die eigentlich ihr Kloster gehabt?) im Kapitelsaal oder im Speisesaal und wird sich hüten, ganz offen zu sprechen, die Wände haben Ohren. Sie diskutieren vornehm, schimpfen tun die nicht. Und sie reden italienisch.

Die Ratte, nein, die haben Hündchen, und tatsächlich ist so etwas an einem Hof passiert. haben das nicht frei erfunden. Das Hundevieh ist im Zimmer und frisst einfach das Brot, sonst wird das zu gebastelt. Ist im Zimmer, weil es dem kleinen  Sohn gehört. Die Amme hat keinen Zutritt, wenn der Nuntius da ist, und eigentlich sollte Katharina nicht da sein, geht aber doch, weil eben R den Nuntius in die Privatgemächer reingeholt hat. Der Nuntius macht ja einen grossen Bogen um die Hexe, ergreift nur die günstige Gelegenheit dann mit Freude.

Wir können aber aus dem Nuntius auch einen seiner Sekretäre machen als Überbringer eines geweihten Gegenstands für die werdende Mutter, das wär möglich.... und mit dem Auftrag, sie zu beseitigen. Das kann der Sekretär dann auf der Folter gestehen, und der Nuntius kann sich elegant distanzieren, obwohl er dahinter steckt. Werfen wir also den Sekretär in den Turm.... Umgekehrt aber wird der R wegen dem Sekretär kaum Schweißperlen auf der Stirn bekommen, oder doch? Müssen wir bequasseln.... Bedienung ist jedenfalls sicher nicht die Amme, sondern der Kammerdiener. So kapiert der auch gleich, wie schlecht es dem R und der K geht. Weg mit der Amme, die gehört ins Frauenzimmer.

Mir fehlt die Gelehrtenszene im gelben Haus, wo der R mit der K oft hingeht, die Erfindungen, die Sternguckereien.

Die Geisterbeschwörungen mit dem Rabbi Löw, der muss noch öfter rein in die Geschichte.
Naja, die Wutausbrüche hat der R doch erst nach dem Tod von K so richtig, und ob er sich vorher Gedanken über seine wahnsinnige Erbsubstanz macht, glaub ich nicht so recht. Da geht es eher um die Angst vor einem Anschlag, um das Verhältnis zur Kirche, u.s.w., um Verstorbene zu sehen - Isabel vielleicht, den Vater. Um Ratschläge vom Vater zu bekommen für die Politik und wegen Matthias.

So, das war endlich wieder ein Beitrag von mir, hoffentlich rechtzeitig.

Der R schenkt der K auch einen Papagei, der sprechen kann.
Ein Roman
von Anna Ehrlich und Bernadette Mayr


Statt einer Inhaltsangabe lesen Sie hier ein paar Arbeitsnotizen, die - so hoffen wir -
Lust auf die Lektüre machen.
Szepter  und  Rose

ISBN 3-7844-2914-9
Leseproben